Rückblick Theaterabende

Die Theatergruppe der Akkordeonfreunde Grötzingen bedankt sich bei allen Besuchern der Theaterabende in der Begegnungsstätte. Wir hoffen Sie wurden gut unterhalten und hatten genau so viel Spaß wie unsere Schauspieler. 

Freuen Sie sich schon jetzt auf unser Quetschkommodefescht. Hier werden wir das Stück noch einmal bei ganz besonderem Flair Open Air spielen.

Weitere Bilder finden Sie in unserer Galerie.

Jahreshauptversammlung 2018

am Freitag, 16. März 2018 um 19.30 Uhr
Augusta-Raum in der Begegnungsstätte Grötzingen
 

Tagesordnung: 

  1. Begrüßung
  2. Totenehrung
  3. Protokoll vom 10.03.2017
  4. Berichte
  5. Aussprache über die Berichte
  6. Entlastung der Verwaltung
  7. Neuwahlen
  8. Jahresprogramm 2018
  9. Verschiedenes

Anträge zur Tagesordnung können bis 12.03.2018 beim Vorstand abgegeben oder elektronisch an vorstand@akf-groetzingen.de eingereicht werden.

Rückblick Konzert

Akkordeonfreunde im Jubiläumsfieber-
Klangzaubereien auf dem Heimatluftkompressor

60 Jahre AKKORDEONFREUNDE GRÖTZINGEN e.V. bedeuten auch sechs Jahrzehnte Orchesterliteratur im Wandel der Zeit.  Die unterschiedlichen Stilrichtungen bildeten den roten Faden im Jubiläumskonzert.  In die voll besetzte Begegnungsstätte drängten sich bis zum Konzertbeginn mehr und mehr Besucher und beflügelten sowohl Orchester als auch Dirigent Daniel Hennigs zu einem fulminanten Auftakt: die „Ouvertüre in C-Dur“ des Akkordeon-Pioniers Rudolf Würthner. Erste Bravo-Rufe bestätigten, dass die pointierte Darbietung dieser klangschönen  Komposition auch heutzutage den Publikumsgeschmack exakt traf.  Würthners Werke waren in den 60er Jahren meistgespielt in den Akkordeonorchestern und nahmen dem Instrument, das landläufig als Ziehharmonika, Schifferklavier, Quetschkommode, Zerrwanst oder gar Heimatluftkompressor bezeichnet und als Konzertinstrument lange nicht ernst genommen wurde, das aufs Volkstümliche reduzierte Image. Wie unzählige andere Orchester bedienten sich auch die Akkordeonfreunde nicht nur aus Würthners Originalliteratur, sondern spielten auch dessen zahlreiche Bearbeitungen wie Ernst Fischers beliebte Suite „Südlich der Alpen“. Satz und Instrumentation für Akkordeonorchester bezauberten das Publikum, das sich im nordbadischen Dauerregen allzu gerne „In einer Hafenstadt“ wiederfand und dort einen „Blumencorso“ vorbeidefilieren wähnte.

Als Reminiszenz an die regelmäßigen Teilnahmen an den Harmonika-Weltfestivals in Innsbruck in den 80er und 90er Jahren stand eine weitere Originalkomposition im Jubiläumsprogramm: „Die drei Musketiere“ von Adolf Götz. In vier Sätzen (denn es waren ja in Wirklichkeit 4 Musketiere!) bekamen die Zuhörer nicht etwa verwegene Fechtszenen musikalisch vorgeführt, sondern es wurde ihnen ein Hineinhören in verschiedene Spielarten und Tempi höfischer Tänze der Barockzeit ermöglicht. Hier sorgten Electronien und Schlagwerk für die Götz-typische Dynamik im Klangbild.

Dass Dirigent Daniel Hennigs nicht nur ein hervorragender Akkordeonist, sondern gleichzeitig auch ausgezeichneter Pianist ist, war eine neue Erfahrung sowohl für das Publikum als auch für die Orchesterspieler. Er intonierte eindrucksvoll die „Lebewohl-Sonate“ in drei Sätzen von Ludwig van Beethoven  und bewies, dass er auch auf dem Klavier den Schwierigkeitsgrad „schwer/Stufe 8“ mit hohem künstlerischen Anspruch bewältigt.

Zum 50jährigen Jubiläum rockte das „Orchester Hohnerklang“ dieselbe Bühne, auf der nun die Akkordeonfreunde Grötzingen die „Gershwin-Classics“ des Dirigenten, Komponisten und beliebten Arrangeurs Hans-Günter Kölz swingten. Kölz machte in seinen anspruchsvollen Bearbeitungen die Popmusik in den Akkordeonorchestern salonfähig, was kein Verein seit den 90er Jahren in seinen Konzertprogrammen mehr missen möchte. Vor allem Musical- und Filmthemen zählen zur Lieblingsliteratur im Bereich der leichten Muse. Eines der erfolgreichsten Musicals ist zweifelsohne der „Tanz der Vampire“ mit wunderbar eingängigen Melodien. In einem Potpourri von Jim Steinmann bildete das Orchester die Dramatik der Geschehnisse um Graf Dracula derart beeindruckend ab, dass sich die Zuschauer erneut zu begeisterten Beifallsbekundungen veranlasst fühlten. Gleichsam bewegte Bilder im Kopf der Zuhörer erzeugte „Raider’s March“ als John Williams‘ Titelmelodie des ersten Films aus der Indiana-Jones-Filmreihe. Wolfgang Pfeffer stellte in seiner Bearbeitung höchste technische Ansprüche an die Spieler nach dem Motto „wie treffe ich im richtigen Moment die richtige Taste“!

Sinfonischer Pop setzte „The Final Countdown“ pointiert ans Ende eines großartigen Jubiläumskonzerts  – eindrucksvoller hätte der Beweis für die Vielfältigkeit dieses oft verkannten Instruments nicht ausfallen können.

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Glühweinmarkt Grötzingen

Mit dem Anruf: „Jeder spielt was er kann“ wurde am Samstag vor dem 3. Advent auf den Grötzinger Rathausplatz eingeladen um für die Besucher des Grötzinger Glühweinmarkts weihnachtliche Musik zu spielen. Mit Gitarren, Bläser, Sängerinnen und Sänger nahmen auch zwei Spieler der Akkordeonfreunde Grötzingen daran teil. Eine tolle Idee der Organisatoren. Der „singende Rathausplatz“ war sicherlich in allen Nebenstraßen zu hören.

Konzert 2018

Die Akkordeonfreunde Grötzingen starten am 21. Januar 2018 mit dem Konzert “Jubiläumsfieber” in ihr Jubiläumsjahr. Das Orchester hat unter der Leitung seines Dirigenten Daniel Hennigs in intensiven Proben ein unterhaltsames Programm mit Anspruch eingeübt. Hören Sie mit dem Konzertstück „Die drei Musketiere“ Originalmusik für Akkordeonorchester, lassen Sie sich mit „Tanz der Vampire“ ins ferne Transsilvanien entführen oder erleben Sie Indiana Jones beim „Raiders-Marsch“ als Jäger des verlorenen Schatzes. Das Programm hält noch weitere Überraschungen für Sie bereit.

Wie in den letzten Jahren unterstützt eine ausgefeilte Licht- und Tontechnik die Darbietungen des Orchesters und ermöglicht Ihnen einen unterhaltsamen Konzertabend.  Der Eintritt ist wie gewohnt frei, eine Spende zur Deckung der Kosten würde das Orchester aber sehr freuen.

Theaterabende 2017

Alle Informationen zu den Theaterabenden sind online. Im Bereich „Theatergruppe“ können Sie alles finden.

Der Kartenvorverkauf beim Edaka in Grötzingen bei strahlendem Sonnenschein:

Jahreshauptversammlung 2017

Am Freitag, 10. März 2017 findet findet die Jahreshauptversammlung der Akkordeonfreunde Grötzingen statt.
Beginn ist um 19.30Uhr im Augusta-Saal in der Begegnungsstätte Grötzingen.

Tagesordnung:

  1. Begrüßung
  2. Totenehrung
  3. Protokoll vom 18.03.2016
  4. Berichte
  5. Aussprache über die Berichte
  6. Entlastung der Verwaltung
  7. Satzungsänderung
  8. Jahresprogramm 2017

Anträge zur Tagesordnung können beim Vorstand abgegeben oder elektronisch an vorstand@akf-groetzingen.de eingereicht werden.

Herbstkonzert 2016: KonTrASTE

KonTrASTE mit Akkordeon, Klavier und Chor

Das Motto des diesjährigen Konzerts der AKKORDEONFREUNDE GRÖTZINGEN e.V. hatte offensichtlich Neugierde geweckt: die Akteure auf der Bühne blickten im voll besetzten Auditorium in  erwartungsvolle Gesichter. Ein fulminantes Fortissimo als Auftakt des „Dornröschen-Walzers“ von Pjotr I. Tschaikowsky beendete abrupt die lebhaften Gespräche im Saal und die Zuhörer ließen sich auf die populäre Ballettkomposition ein, von der es heißt, dass Tschaikowsky selbst sie für seine beste hielt.

Weniger populär sind Originalkompositionen für Akkordeon, die man gemeinhin hauptsächlich für Wertungsspiele auflegt und einstudiert. Ein dennoch eingängiges Werk sind die „Harlekinaden“ von Adolf Götz. In drei heiter-komischen Sätzen mit ständigen Taktwechseln konnte man sich verschiedene Charaktere eines Harlekins vorstellen: spitzbübisch hinter einem Vorhang hervorlugend, laut trampelnd, kreuz und quer durch eine Manege purzelnd – vermittelt durch schräge Harmonien auf den Tasten und den Einsatz aller möglichen Arten an Schlagwerk.

In dem Alter, in dem sich die Gedanken der Kinder heutzutage um Skateboard und Smartphone drehen, komponierte der 11-jährige W. A. Mozart sein „Konzert in F für Klavier und Orchester“. Eigentlich kein eigenständiges Werk, sondern ein damals nicht unübliches Arrangement aus Klavierwerken anderer Komponistenkollegen. Dirigent Daniel Hennigs nahm das heitere Werk zum Anlass, die drei Sätze mit dem Orchester einzustudieren. Gleichermaßen eine Premiere und eine Ehre für die Akkordeonspieler: sie durften mit WOAN-SOO CHUNG am Flügel eine herausragende Konzertpianistin und Kammermusikerin begleiten. Die Solokadenzen hatte die Künstlerin selbst geschrieben. Nach neunzehn Minuten Mozart sparten die Zuhörer nicht mit Applaus und erste Bravo-Rufe bewogen die Ehefrau des Dirigenten zu einer Zugabe.

Um die dreißig Musiker auf der Bühne gruppierten sich mit Coro Accelerando weitere 17 Akteure zur gemeinsamen Aufführung von „Pomp and Circumstance“ von E. Elgar. Der Marsch, seinerzeit von Edward VII. für seine Krönungsfeierlichkeiten gewünscht, wurde mit dem Text „Land of Hope and Glory“ unterlegt und gilt, vor allem bei royalen Feierlichkeiten, als inoffizielle britische Nationalhymne. „Wider still and wider, shall thy bounds be set“ (weiter noch und weiter sollen deine Grenzen ausgedehnt werden) … da wurde der Liedtext inzwischen von der politischen Aktualität eingeholt! Chor und Orchester samt Paukist boten eine beeindruckende Aufführung des imposanten Werks und erzeugten Gänsehautgefühl bei den Besuchern, die die Protagonisten mit begeistertem Applaus in die Pause entließen.

Die Sängerinnen und Sänger von CORO ACCELERANDO, vom Badischen Chorverband als Meisterchor ausgezeichnet, haben sich einem breiten Repertoire verschrieben, von Klassik und Kirchenmusik über Volkslieder und internationale Folklore bis hin zu Pop und Jazz. Getreu dem Motto „Kontraste“ bot die 17-köpfige Gruppe unter der Leitung ihrer Chorleiterin Sabine Neck in ihrem Soloteil zunächst Songs aus der zurzeit beliebten Á-cappella-Szene von Rammstein bis Grönemeyer, gefolgt von einem beeindruckenden und mitreißenden Südafrika-Zyklus, in dem Rhythmus, Lebensgefühl und Ausdrucksfreude auf das Publikum übersprangen, bis alle Füße im Takt in den Stuhlreihen wippten. „Shadow Land“ z.B. aus dem Musical „Der König der Löwen“ war vielen Besuchern bekannt. Und natürlich der klerikale Teil mit einem perfekt choreografierten Medley aus „Sister Act“. Standing Ovations für den vielfach preisgekrönten Chor und als Zugabe als aktuelle Reminiszenz an den vor fünf Tagen verstorbenen Leonard Cohen dessen berühmtesten Song „Hallelujah“.

Abschließend noch einmal zu einem gemeinsamen Klangkörper zusammengefasst, beschlossen Akkordeonfreunde und Coro Accelerando den Konzertabend mit einem der außergewöhnlichsten Popsongs der Musikgeschichte: „Bohemian Rhapsody“ von F. Mercury/Queen. Jahr für Jahr stellen sich die Hörer von SWR 1 die Frage, ob Queen oder Led Zeppelin die Krone der SWR-Hitparade gebührt. Grötzingen votierte eindeutig und belohnte die großartige musikalische Gesamtleistung, wie  Orchester und Chor zusammen mit den Leitern Hennigs und Neck diese Collage aus verschiedenen musikalischen Stilen darboten, mit lang anhaltendem Beifall. Als Zugabe mit ohne Tasten steuerte der King of Pop M. Jackson seinen Song „Heal the World“ bei, diese Titelzeile wichtig wie nie in diesen unruhigen politischen Zeiten.

clpl